Perspektiven im Sozialraum, 16.6.2022

10:00 

Begrüßung

10:15 - 11:00 

Impuls I – Sozialer Raum oder Sozialraum - ein (selbst-)kritischer Blick auf die Möglichkeiten von Prävention auf lokaler Ebene 

Prof. Dr. Holger Wunderlich (Ostfalia Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel, Fakultät Soziale Arbeit)
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Es wird der Unterschied zwischen „Sozialraum“ und „Sozialer Raum“ erläutert, wie diese beiden Begriffe zusammenhängen und was dieser Zusammenhang mit Prävention zu tun hat. Ausgehend davon wird der Frage nachgegangen, warum bei Beteiligungs- und Präventionsangeboten häufig genau diejenigen Menschen nicht erreicht werden, die eigentlich erreicht werden sollen. Entlang des Begriffs „Vertrauen“ erfolgt ein Impuls, wie an diesem Zustand ggf. etwas verändert werden könnte.Es wird der Unterschied zwischen „Sozialraum“ und „Sozialer Raum“ erläutert, wie diese beiden Begriffe zusammenhängen und was dieser Zusammenhang mit Prävention zu tun hat. Ausgehend davon wird der Frage nachgegangen, warum bei Beteiligungs- und Präventionsangeboten häufig genau diejenigen Menschen nicht erreicht werden, die eigentlich erreicht werden sollen. Entlang des Begriffs „Vertrauen“ erfolgt ein Impuls, wie an diesem Zustand ggf. etwas verändert werden könnte.
11:00 - 12:30 

Workshopphase 1

  • WS 16-1 Spielraum für gute Nachbarschaft 
    Wie man eine Stadtgesellschaft spielend ins Gespräch bringt. Ein Methodenbeispiel.
    Johanna Klatt und Britta Kreuzer (Praxisnetzwerk Soziale Stadtentwicklung)
  • WS 16-2 Vertrauenskultur und geteilte Werte
    Welchen Einfluss hat die Gestaltung des Sozialraums auf das demokratische Miteinander und die Möglichkeiten der Gewaltprävention?
    Frederick Groeger-Roth (Landespräventionsrat - Kommunale Prävention)
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    Sozialräume unterscheiden sich im Ausmaß der Belastung mit Gewalt und problematischen Verhaltensweisen. In dem Workshop werden wir einige gängige Annahmen für die Gründe dieser Unterschiede diskutieren. Besonders interessant sind die vorhandenen Erkenntnisse darüber, welche positive Rolle Vertrauensbeziehungen und geteilte Wertvorstellungen in der Nachbarschaft für geringere Kriminalitätsbelastungen spielen können. Diese Erkenntnisse lassen sich auch für Bereiche wie die Demokratieförderung und die Radikalisierungsprävention nutzen. Welche fachlichen Anforderungen ergeben sich daraus für die Akteure auf der kommunalen Ebene, die das demokratische Miteinander in Sozialräumen fördern möchten? Welche praktischen Handlungsansätze kommen dafür in Frage?
  • WS 16-3 Im Dialog bleiben
    Verschwörungsideologie als Herausforderung in der Erwachsenenbildung
    Erik Weckel (Agentur für Erwachsenenbildung AEWB), Enno Stünkel (VHS Celle)
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    Mit Verschwörungserzählungen sind wir in der Corona-Pandemie immer wieder konfrontiert worden. Für die (politische) Erwachsenenbildung kann das eine herausfordernde, vielleicht auch überfordernde Irritation sein. Denn diese Verschwörungserzählungen zeigen uns, wie real und wirksam irrationale, aggressive Vorstellungen sind. Die Emotionen, die dadurch aufgerufen werden und die wir [auch] körperlich spüren, können auch zu einem Instrument der Analyse und des vernünftigen Umgangs mit antidemokratischer und antisemitischer Propaganda werden.
12:30 - 13.15 

Mittagspause/Networking

13:15 - 13.45 

Ergebnispräsentation 1

13.45 - 14.30

Impuls II – Gute Praxis durch gute Vernetzung 

Erfolgsfaktoren für die kommunale Radikalisierungsprävention
Janusz Biene (Vereinigung Pestalozzi, Clearingstelle Radikalisierungsprävention)

Chancen und Fallstricke in der konkreten präventiven Fallarbeit
Lisa Borchardt (Landeskriminalamt Niedersachsen, PPMK)

14.30 - 16.00

Workshopphase 2

  • WS 16-4 Rollen und Perspektiven tauschen
    Methoden für multiprofessionelle Zusammenarbeit in der Radikalisierungsprävention
    Janusz Biene, Moritz Lorenz (Vereinigung Pestalozzi, Clearingstelle Radikalisierungsprävention) 
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    Fälle von Radikalisierung stellen komplexe Fallkonstellationen dar, in denen Fachkräfte aus unterschiedlichen Systemen wie der Kinder- und Jugendhilfe, von Fach- und Beratungsstellen oder von Sicherheitsbehörden tätig sind. Gelingensbedingung für eine konstruktive, multiprofessionelle Zusammenarbeit ist, dass die beteiligten Fachkräfte ein gegenseitiges Verständnis der jeweiligen Mandate, Perspektiven und Arbeitsweisen haben. Zu diesem Verständnis trägt zum Beispiel das Rollenspiel „Multiperspektivisches Fallverstehen“ bei, das von der Clearingstelle Radikalisierungsprävention für das Arbeitsfeld der Prävention von religiös begründeter Radikalisierung entwickelt wurde. Der Workshop zielt darauf ab, ausgewählte Erkenntnisse und die Anwendbarkeit des Rollenspiels (und anderer Methoden) für das Arbeitsfeld der Prävention extrem rechter Radikalisierung zu reflektieren.

    Gute Praxis durch gute Vernetzung am Beispiel der präventiven Fallarbeit
    Lisa Borchardt und Dr. Nils Böckler (Landeskriminalamt, PPMK)
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    Die Präventionsstelle Politisch Motivierte Kriminalität ist die zentrale Servicestelle der niedersächsischen Polizei im Bereich der Extremismusprävention. Die Etablierung orts- und anlassbezogener Präventionsstrukturen im kommunalen Raum als auch die Koordinierung einzelfallbezogener Maßnahmen in Fällen (drohender) Radikalisierung gehört zu unseren Aufgaben. Im Rahmen unseres Workshops widmen wir uns der Notwendigkeit, den Methoden (etwa Fallkonferenzen) sowie den Chancen und Risiken der Vernetzung in der einzelbezogenen Fallarbeit. Dabei gehen wir auch auf Herausforderungen ein, mit denen wir im Angesicht aktueller Entwicklungen im Phänomenbereich des Rechtsextremismus konfrontiert sind (bspw. Relevanz psychischer Störungen, Brückenschlag von Extremisten in die Mitte der Gesellschaft, Radikalisierung im virtuellen Raum etc.).
  • WS 16-5 Closed shop
    Zugänge zu geschlossenen Familiensystemen in der pädagogischen Praxis
    Frank Koch (Landespräventionsrat - Landes-Demokratiezentrum) 
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    Im geschlossenen System sind die Informationen über und aus der Außenwelt sehr begrenzt und die Reaktionen auf Situationen sind kreisförmig und automatisch und ignorieren Veränderungen im Kontext.“ (Virginia Satir, 1988) Kommt es aufgrund der Betreuung von Kindern aus eher „geschlossenen“ Familiensystemen in der Kita oder durch die Schulpflicht zu Berührungspunkten mit der „feindlichen“ Welt, stehen die Fachkräfte vor großen Herausforderungen im Umgang mit den Kindern und ihren Eltern. Die beidseitige Fremdheit mit der Welt des Anderen belastet den Aufbau einer tragfähigen Arbeitsbeziehung. Für pädagogische Fachkräfte besteht eine hohe Unsicherheit und Überforderung, da die gängigen Methoden bei diesen Familien oftmals nicht greifen.
    Im Workshop behandeln wir die Frage: Was brauchen pädagogische Fachkräfte in ihren unterschiedlichen Kontexten um anschlussfähig zu bleiben bzw. was kann den Aufbau einer tragfähigen Arbeitsbeziehung unterstützen und was behindert oder verhindert eben diesen Aufbau zu den angesprochenen Familien?

  • WS 16-6 Vorurteilen begegnen
    Erfahrungen, Methoden und Präventionsansätze in Sport und Vereinen
    Wiebke Hartmanns (Demokratietrainerin im Sport) Julius Peschel, Larissa-J. Becks (LandesSportBund)
16.00 - 16:30

Ergebnispräsentation 2 im Plenum

16:30

Abschluss